Case Study: Skill Kebab — 40 % mehr Bestellungen ohne Bolt

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Skill Kebab ist ein lokaler Kebab-Laden in einem belebten Stadtviertel mit 4 Mitarbeitern, 60 Gerichten auf der Speisekarte und 300–400 Bestellungen pro Woche. Über ein Jahr und vier Monate bearbeitete der Inhaber Dariusz Lieferungen ausschließlich über Wolt und Bolt Food. Im März 2025 beschloss er, das zu ändern.

Unten eine detaillierte Beschreibung dessen, was er tat, was gut lief, was schiefging — und welche Zahlen er nach 3 Monaten erreichte.

Ausgangspunkt — Zustand vor der Einführung

Betriebsdaten (Januar–Februar 2025)

ParameterWert
Monatlicher Lieferumsatz~10.000 €
Anteil Wolt an Lieferung62%
Anteil Bolt Food an Lieferung31%
Anteil eigener Kanal7% (Telefon)
Wolt-Provision30%
Bolt-Provision28%
Monatliche Provisionskosten~2.900 €
Google-Maps-Bewertungen89 (Note 4,2★)

Hauptprobleme laut Dariusz:

  • „Ich zahle Wolt über 2.900 € monatlich und habe keine Ahnung, wer bei mir bestellt“
  • „Telefonbestellungen sind chaotisch — Mitarbeiter machen Fehler bei hohem Andrang“
  • „Ich kann keine Promotions an Kunden senden, weil ich keine Kontaktdaten habe“

Entscheidung und Implementierungsplan

Dariusz wollte Wolt und Bolt nicht sofort aufgeben — zu riskant. Der Plan war anders: eigenen Kanal aufbauen und Stammkunden schrittweise dorthin verlagern.

Die Wahl fiel auf RESTOBOT aus drei Gründen:

  1. Registrierung und Konfiguration über Telegram (ohne Techniker)
  2. Integration mit Wolt Drive — eigene Bestellungen, Wolt-Kuriere
  3. Telegram-Bot als Hauptkanal für wiederkehrende Kunden

Die Einrichtung dauerte einen Werktag. Dariusz machte alles selbst, abends nach Ladenschluss.

Was aktiviert wurde:

  • Telegram-Bot mit vollständiger Speisekarte, Kategorien und Fotos
  • Website auf Subdomain (kebab.restobot.pro)
  • Wolt Drive als Kurierdienst
  • Treuekarte in Apple/Google Wallet
  • Modul zum Sammeln von Google-Bewertungen

Monat 1: Launch und erste Ergebnisse

Wie Dariusz den eigenen Kanal bewarb

Er investierte keinen Cent in Werbung. Er nutzte, was er hatte:

Belege: Auf jedem Beleg erschien ein QR-Code mit dem Text: „Bestellen Sie direkt über unseren Telegram-Bot — Lieferung ohne Vermittler. Erhalten Sie 15 % Rabatt auf die erste Bestellung.“

Mitarbeiter: Bei Abholung und an der Kasse sagten Mitarbeiter einen Satz: „Wir haben einen eigenen Bot — bestellen Sie dort, es ist günstiger und schneller.“

Take-away-Verpackungen: Aufkleber mit QR-Code auf jeder Kebab-Verpackung.

Instagram: 3 Posts im Monat über Bot und Rabatt auf die erste Bestellung.

Ergebnisse nach dem ersten Monat

ParameterWert
Neue Telegram-Bot-Nutzer312
Bestellungen über eigenen Kanal143 (Anstieg von 7% auf 18% des Gesamtumsatzes)
Erstbestellungen mit 15% Rabatt89
Wiederkehrer im selben Monat41 (29% der neuen Bot-Nutzer)
Neue Google-Bewertungen34 (zuvor: 3–4/Monat)

Dariusz: „Ich wusste, dass es funktioniert, aber nicht so schnell.“

Monat 2: Optimierung und Skalierung

Im zweiten Monat führte Dariusz zwei Änderungen ein:

Treuekarte: Er aktivierte ein Punkteprogramm — 1 € = 1 Punkt, 100 Punkte = gratis Getränk oder Beilage. Jeder Kunde nach der ersten Bot-Bestellung erhielt automatisch eine Nachricht mit Link zur Apple/Google-Wallet-Karte.

Automatische Nachrichten nach Lieferung: 25 Minuten nach Bestellung sendete der Bot: „Wie war Ihre Bestellung? 5★ — teilen Sie Ihre Meinung auf Google. Anmerkungen? Schreiben Sie uns hier.“ Kunden mit 5★ wurden direkt zu Google Maps weitergeleitet.

Ergebnisse nach dem zweiten Monat

ParameterWert
Bestellungen über eigenen Kanal248 (29% des Gesamtumsatzes)
Aktive Treuekarten187
Kunden mit Wiederbestellung über Bot89 (+117% vs. M1)
Neue Google-Bewertungen67
Aktuelle Google-Bewertung4,6★ (Anstieg von 4,2★)
Monatliche Provisionskosten~2.400 € (Rückgang um 500 €)

Monat 3: Eigener Kanal dominiert

Im dritten Monat geschah Unerwartetes. Dariusz tat nichts Neues — aber der Schneeballeffekt setzte ein.

Kunden mit Treuekarte bestellen regelmäßig. Der Bot selbst ist ein Retentionskanal — wer einmal über Telegram bestellt hat, erhält Promotions und hat die Karte immer dabei.

Gleichzeitig verbesserte die wachsende Anzahl an Bewertungen (nach 2 Monaten hatte Skill Kebab 168 neue Rezensionen mit 4,7★) die Sichtbarkeit in Google Maps. Mehr Kunden finden organisch das Restaurantprofil — ein Teil bestellt direkt über den Bot-Link im Google-Business-Profil.

Ergebnisse nach dem dritten Monat

ParameterWert
Monatlicher Lieferumsatz~13.000 € (+40% vs. Januar)
Bestellungen über eigenen Kanal412 (47% des Gesamtumsatzes)
Bestellungen Wolt + Bolt53% (Rückgang von 93%)
Provisionskosten (Wolt/Bolt nur für Neukunden)~1.900 € (Rückgang um 33%)
Monatliche Ersparnis vs. Ausgangslage~1.000 €
Google-Bewertungen (gesamt)257 (Note 4,8★)
Aktive Treuekarten431

Zusammenfassung der Ergebnisse nach 3 Monaten

MetrikJanuar 2025April 2025Veränderung
Monatlicher Lieferumsatz10.000 €13.000 €**+39%**
Provisionskosten2.900 €1.900 €**-33%**
Anteil eigener Kanal7%47%**+40 PP**
Google-Bewertungen89 (4,2★)257 (4,8★)**+168 Bewertungen**
Telegram-Kundenbasis0890 Nutzer

Was Dariusz anders machen würde

Auf die Frage nach Fehlern nennt er einen: „Ich hätte früher mit der Treuekarte starten sollen — aktiviert erst in M2. Hätte ich in M1 begonnen, wäre die Basis noch größer.“

Zweite Erkenntnis: „Ich wusste nicht, wie stark Bewertungen die Sichtbarkeit in Google Maps beeinflussen. Der Anstieg von 89 auf 257 in 3 Monaten brachte Traffic, den ich vorher nicht hatte — Neukunden, keine Wiederkehrer.“

Erkenntnisse für Restaurantbesitzer

Die Geschichte von Skill Kebab zeigt mehrere Dinge:

Erstens: Der Wechsel zum eigenen Kanal bedeutet nicht, Wolt aufzugeben — es ist eine Hybridstrategie, bei der Aggregatoren Neukunden gewinnen und der eigene Kanal sie bindet.

Zweitens: Google-Bewertungen sind nicht nur Reputation — sie sind SEO. Der Sprung von 4,2★ auf 4,8★ bei dreifacher Steigerung der Rezensionszahl verbesserte die lokale Position deutlich.

Drittens: Größe ist nicht nötig. Skill Kebab ist ein kleiner Laden mit 4 Mitarbeitern. Das System funktioniert genauso für eine Kette mit 20 Restaurants wie für einen Standort.

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